Lacrimae Mundi
Die Tränen der Welt
Les larmes du monde

Der Klang der Nacht 

Aber Himmel! - wie hoch die Wogen schäumen!
So hätt ich den Sturm mir nicht gedacht.
Weh, wie sie dräuend gegen mein Ufer sich bäumen!

Hölderlin

Dämmerung senkte sich von oben,
Schon ist alle Nähe fern;
Doch zuerst emporgehoben
Holden Lichts der Abendstern!

Goethe

Vorüber die Flut.
Noch braust es fern.
Wild Wasser und oben
Stern an Stern.

Wer sah es wohl,
O selig Land,
Wie dich die Welle
Überwand.

Rilke   


Und dann ist alles wieder still...
Und weißt du, was mein Leben will?
Wie eine Welle im Morgenmeer will es,
rauschend und muschelschwer,
an deiner Seele landen.

Rilke

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