Über mich


Ich wurde im Juni 1949 in der Banlieue von Paris geboren (Bois-Colombes) und in Saint-Germain, westlich von Paris, aufgewachsen. Habe Kunst in der Akademie Met de Penninghen zwei Jahre studiert. Danach habe ich eine Licence in Sinologie gemacht und anschließend ein Stipendium zwei Jahre in Beijing gehabt. Zurück nach Europa habe ich mich wieder der Malerei gewidmet.


Ich absolvierte die Hauschka-Maltherapie-Schule bei Stuttgart und kam mit 29 zum Bodensee, wo ich als Kunstlehrerin zehn Jahre tätig wurde. Nach zehn weiteren Jahren bei einer Kinderzeitschrift tätig, wurde ich als Illustratorin selbständig.

Der Weg meines Lebens wurde erst von der Grafik, dann der Malerei begleitet.
Ich hatte das große Glück in der Gegend der Impressionisten, Post-Impressionisten und Symbolisten -westlich von Paris- aufzuwachsen.
Als kleines Kind wurde China meine Traumheimat. So bin ich dem Schicksal dankbar, dass in meinem Lyceum, in Saint-Germain, die chinesische Sprache unterrichtet wurde. So ab 11 Jahren entdeckte ich die bildhafte Welt der chinesischen Schriftzeichen: Eine Schatztruhe des Imaginativen.
Mein Stipendium in China am Ende der Kulturellen Revolution (1974-1975) hat mich und mein Leben zutiefst beeindruckt. Damals war das Land noch vom Westen unberührt.
Die Natur war intakt.  Ich habe versucht sie so intensiv ich konnte aufzunehmen. Ich weiß noch bei welcher Schattenlänge, bei welchem Farbton des Abends die Zikade dem Gesang der Nacht freien Raum überließ. Habe auch versucht einerseits dank ihr "meine" Ur-Vergangenheit herauszuholen, anderseits ihr ein "Refuge" für die damalige Zukunft anzubieten :
Die wundervollen Pappelalleen sind unter dem Beton verschwunden.
Der Sing-Sang ihrer Zikaden ? Sie leben tief in meiner Erinnerung, noch tiefer in meiner Vergessenheit. So auch die Glühwürmchen des Sommerpalastes, "à l'heure bleue".

Rainer Maria Rilke spricht hier einen Gedanken an, der ihn sein ganzes Leben beschäftigt hat :
Er schrieb an Franz Xaver Kappus:
"Wenn Sie sich an die Natur halten, an das Einfache in ihr, an das Kleine, das kaum einer sieht, und das so unversehens zum Großen und Unvermeidlichen werden kann ; wenn Sie diese Liebe zu dem Geringen und ganz schlicht als ein dienender das Vertrauen dessen zu gewinnen suchen, was arm scheint : dann wird Ihnen alles leichter, einheitlicher und irgendwie versöhnender werden, nicht in ihrem Verstande vielleicht, der staunend zurückbleibt, aber in Ihrem innersten Bewusstsein, Wachsein und Wissen".
Nach aussen schauen, die Außenwelt in ihrer Vielfalt und Fülle aufnehmen und verinnerlichen. Erst die Öffnung der eigenen Räumen läßt uns eine geheimnisvolle Korrespondenz erahnen oder erkennen. Die verwandelten Bilder unseres seelischen Lebens können in der Malerei in abstrakten Bilder ausgedrückt werden. 
"Es ist vor allem die Nacht, der Schlaf, der Traum, die uns dabei helfen können, das Gesehene zu verarbeiten und die inneren Bilder wachzurufen. Aber die Tagwelt braucht Phasen, in denen wir innehalten, die Augen schließen und die Bilder aufsteigen lassen, die uns Kunde geben von den verborgenen Dimensionen der seelischen Tiefe."
Die chinesische Dialektik hilft das Wechselverhältnis der Außen-Innenwelt besser zu erleben. 

Der Einfluss von China ist in meinen Bildern nicht unbedingt sichtbar, doch in ihnen leben meine Erinnerung und meine Sehnsucht verborgen. 
So habe ich oft versucht das Bild mit Worten aus dem Osten zu illustrieren. 
Die Intensität der Farben erinnern an die Glasfenster der Kathedralen. 



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